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06.02.
2013

Priska Hinz lädt ein: “Was macht die Bank mit meinem Geld?”

Priska Hinz lädt ein: “Was macht die Bank mit meinem Geld?”

Interessanter Diskussionsabend in Wetzlar zum Thema ‘Nachhaltige Banken’

Gemeinsam mit ihren Gästen Lisa Süß und Jens Parker brachte die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion Licht in die Geschäfte der Banken und zeigte Alternativen auf.

Um was geht es?

Banken und Finanzmärkte haben einen großen Einfluss in unserer Gesellschaft. Ihr Handeln hat weltweite Auswirkungen. Die Finanzkrise 2008 mit den milliardenschweren Banken-Rettungspaketen und das Verhalten

Rund 30 interessierte Gäste diskutierten in der Wetzlarer Stadthalle mit Lisa Süß, Priska Hinz und Jens Parker

der Banken in der Eurokrise haben für viele Menschen das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Regierungen haben Veränderungen angekündigt, aber kaum etwas umgesetzt. Vieles läuft im Finanzmarkt weiter wie bisher.

Ist es möglich, eine Bank zu wählen, die sich nicht an schädlichen Finanzaktivitäten beteiligt und nicht gegen Menschenrechte verstößt? Und ist es möglich, sich zusammen mit anderen stark zu machen für strenge Bankenregeln, um zum Beispiel systematische Steuerhinterziehung über Bankniederlassungen in Steueroasen zu unterbinden oder Nahrungsmittelspekulation einen Riegel vorzuschieben?

“Was macht die Bank mit meinem Geld?”  ist also die logische Frage, die sich immer mehr Menschen stellen. Und: Die Antworten sind nicht gerade erfreulich. Trotz der Banken- und Finanzkrise wird offensichtlich weiter gezockt wie bisher.

Bessere Banken sind möglich!

Grund genug für die haushaltspolitische Sprecherin, sich im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe “Priska Hinz lädt ein…” mit diesem Thema zu beschäftigen. Im Laufe der lebhaften Diskussion lieferten die kompetenten Gäste Süß und Parker jede Menge Argumente dafür, dass sich etwas verändern muss. Solange die Politik nicht handelt, werden sich die Bankgeschäfte nicht ändern. Deshalb appellieren die beiden Fachleute, bei der eigenen Hausbank nachzuhaken, in welche Projekte sie investiert, und sich dann zu fragen: Sind diese politisch und ethisch korrekt?

Falls das Geldinstitut keine befriedigende Auskunft gibt, empfehlen Süß und Parker, die Bank zu wechseln. Die von den beiden Grünen-Politikern mitbegründete “Initiative Bankwechsel jetzt – Zeit für Krötenwanderungen” gibt hierbei wertvolle Tipps und Entscheidungshilfen.

Beispielhaft nannten Süß und Parker als Alternative die EthikBank, Triodos Bank, UmweltBank und GLS Bank (mehr Informationen über diese Institute finden Sie hier).

Die Initiative hat Mindestanforderungen für ein gerechtes und nachhaltiges Finanzwesen erarbeitet. Diese können auch als ‘Leitplanken’ für die eigene Bankenwahl dienen

Wie steht es mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken?

Ein soziales, ökologisches und demokratisches Bankenwesen muss dezentral sein. Viele Menschen möchten oder können ihre täglichen Geldgeschäfte nicht komplett per Onlinebanking oder Telefon durchführen. Sparkassen und Genossenschaftsbanken kommen – neben den Alternativbanken – am ehesten der Idee einer gemeinwohlorientierten Finanzwirtschaft nahe. Auch bezüglich der Attac-Forderung nach demokratischer Kontrollierbarkeit bieten die kommunal verankerten und mit Beteiligungs-Strukturen ausgestatteten Finanzinstitute einiges, so die beiden Gäste.

Sowohl bei Genossenschaftsbanken als auch bei Sparkassen sind positive Veränderungen der Geschäftspraxis weit eher zu erstreiten als bei den Privatbanken.

Doch die Unterschiede schon allein unter den verschiedenen Sparkassen sind groß und machen eine Recherche wichtig, wenn die eigene Entscheidung über die richtige Bank ansteht.

Die Initiative bietet daher auch konkrete Hilfestellung in Form eines Fragenkataloges für den Kontakt mit der lokalen Sparkasse oder Volksbank an.

Fazit

Üben wir Druck aus und stimmen mit unseren ‘Kröten’ ab. Jede Menge BankwechslerInnen sind ein starkes Zeichen an die Politik und ein schmerzhaftes Zeichen an die Banken, dass wir dieses Bankensystem nicht mehr länger mittragen.

Jens Parker ist Bundessprecher der Grünen Jugend; Lisa Süß ist Mitglied im Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen. Sie beschäftigen sich seit längerem mit dem Potential nachhaltiger Banken. Gemeinsam mit der GRÜNEN JUGEND haben sie das neue Bündnis www.bankwechsel-jetzt.de mitinitiiert.


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    @sven_kindler @kahrs Deswegen kann er ja besonders gut über nicht beabsichtigte Tempolimits der SPD reden....
    3 days ago
    Jetzt berichtet Arsenij Roginskij, Menschenrechtler von Memorial, über Situation in Russland #gruene #btg
    4 days ago
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